Kevin Stotz über…
… die Niederlage gegen Homburg: „Natürlich waren wir nicht froh über die Niederlage. Gerade im zweiten Heimspiel wollten wir zu Hause den Sieg holen. Trotzdem muss man das Spiel richtig einordnen: Nach ungefähr 20 Minuten waren wir gut in der Partie und dann ist die Rote Karte natürlich ein klarer Bruch. Wir waren schon der Überzeugung, dass das Spiel bei elf gegen elf anders verlaufen wäre. Gleichzeitig müssen wir aber auch die Dinge ansprechen, die wir selbst besser machen können.“
… die Sperre von Kapitän Kehl-Gomez: „Das Sportgericht hat unsere Einschätzung im Grunde bestätigt, dass es keine Notbremse und damit aus unserer Sicht auch keine Rote Karte war. Deshalb wurde die Sperre auf ein Spiel reduziert. Wenn festgestellt wird, dass es keine Rote Karte war, hätte ich mir natürlich gewünscht, dass gar keine Sperre ausgesprochen wird. Wir waren mit den 70 Minuten in Unterzahl im Spiel schon genug bestraft. Das war für uns jetzt zum zweiten Mal eine sehr ärgerliche Fehlentscheidung. Trotzdem müssen wir bei uns bleiben. Auch in Unterzahl müssen wir die Gegentore besser verteidigen. Wie wir den Ausfall auffangen, möchte ich vor dem Spiel nicht preisgeben. Wir werden kurzfristig entscheiden, wie wir es angehen. Wir haben in der Vorbereitung beispielsweise häufig mit einer Raute gespielt. Das ist natürlich immer eine Option für uns.“
… das Personal: „Felix Lohkemper wurde gegen Ende der Woche teilweise wieder ins Mannschaftstraining integriert. Wir hätten es vielleicht für das Wochenende erzwingen können, aber das Risiko ist uns zu groß. Die Saison ist lang und wir werden Felix noch brauchen. Deshalb kommt Trier für ihn noch zu früh. Phil Halbauer hat nach seinem Ausfall am vergangenen Wochenende wieder mittrainiert. Da bin ich zuversichtlich, dass er zumindest im Kader stehen kann.“
… den Gegner: „Trier hatte zuletzt mit dem DFB-Pokal gegen Leipzig und anschließend dem Landespokal zwei besondere, schwer zu bewertende Spiele. Deshalb haben wir uns für unsere Analyse vor allem die ersten beiden Ligaspiele angeschaut. Sie haben eine spezielle Spielweise, gerade im Aufbau. Der Torwart ist sehr stark eingebunden und steht dabei teilweise sehr hoch. Das ist schon etwas Besonderes. Mit Jonas Singer haben sie einen Spieler aus Steinbach dazubekommen, der offensiv den Unterschied machen kann und den wir in den Griff bekommen müssen. Insgesamt kann Trier sehr kompakt verteidigen, aber auch früher attackieren. Ich glaube weder, dass sie uns nur vorne anlaufen werden, noch dass sie sich ausschließlich hinten reinstellen. Ich erwarte eine Mischung aus beidem.“
… die Auswirkungen der Englischen Woche der Gastgeber: „Einen großen Vorteil durch die englische Woche sehe ich für uns nicht. Im Landespokal ging es gegen einen unterklassigen Gegner und Trier hat dabei einige Spieler geschont.“
… die Einordnung des Saisonstarts: „Wir müssen Ruhe bewahren. Wir haben neue Spieler, die aus unterschiedlichen Vereinen kommen und dort teilweise über Jahre ganz andere Systeme und Abläufe gespielt haben. Wir versuchen jetzt, unsere gemeinsamen Abläufe zu entwickeln. Das funktioniert nicht innerhalb weniger Wochen.“
